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Grundsätzliches

Vieles, wenn nicht sogar alles, beginnt mit dem Fragen. Allerdings will schon Walther Rathenau gewusst haben, dass „in der Frage [...] mehr [liegt] als in der Antwort.“ Es vermittelt zwischen beiden keine übersichtliche Gleichung, kein Eins-zu-Eins-Verhältnis, kein Bedeutungslot: „Eine Frage ist in Wirklichkeit ein mehrdeutiger Satz“, meint Susanne Langer.

Das klingt nach intellektualisierter Postmoderne, und das ist es vermutlich auch. Auf alt_everything wird postmodernes Fragedenken allerdings nicht als Spiel um des dogmatischen Spiel(en)s willen verstanden, sondern als grundsätzliche Bereitschaft, die Komplexität der Welt denken zu wollen – ohne ihre Mehrdeutigkeiten zwangsläufig als Handlungslähmungen hinzunehmen.

Es wird hier also mehr oder weniger kurze Überschüsse geben, Fragmente, Irritationen, Gedanken, die sich Raum zur Frage verschaffen: Meistens offen, selten rhetorisch, niemals als Monolog gedacht. Weil „die ergiebigste [...] Übung unseres Geistes“, lehrt Michel de Montaigne, nämlich „das Gespräch [ist ...] Wenn man mir widerspricht, weckt man meine Aufmerksamkeit, nicht meinen Unwillen [...] Und solange man dabei nicht zu großmächtig magistral auftritt, macht es mir Vergnügen, widerlegt zu werden“.

Ganz in diesem Sinne wird alt_everything von willyam (fort)geführt. Geboren Ende August Achtzig; aufgewachsen in Deutschland & Ägypten; seit geraumer Zeit (Ende Neunundneuzig) Student der Postcolonial Studies zunächst in NRW, dann in Berlin; parallel dazu Arbeit an diversen (Kultur-)Institutionen. Rückmeldungen an alteverything [at] gmx.de.

„simplicity kills philosophy“ ist übrigens ein Zitat von Ana Obtresal.

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